Fee empfiehlt nicht: Liz Sonntag Karma im Kaffee

  • Liz Sonntag Karma im Kaffee

    Lux, 2018



    Fee zum Inhalt:

    Tom betrügt Mona. Ihre Freundin bricht sich das Bein und so findet sich Mona – die Yoga überhaupt nicht mag – in Bali wieder, wo sie eine Ausbildung zur Yogalehrerin macht.



    Fee´s Meinung:

    Als es dieses Buch bei Lovelybooks zu gewinnen gab, hab ich sofort nachgesehen, ob ich es ertauschen kann und ich bin froh darüber, dass ich mich nicht beworben habe. Ich glaube nicht, dass sich die Autorin über meine Beteiligung in der Leserunde gefreut hätte. Ich habe über 2 Monate benötigt, bis ich das Buch ausgelesen habe. Irgendwie wollte ich immer aufhören, hab mich aber dann doch durchgequält, weil ich dachte, es wird besser.



    Der Klappentext wäre durchaus in mein Beuteschema gefallen, aber die Umsetzung gefiel mir so gar nicht.



    Erst Mal, dass Mona ein Zimmer bekommt das unter freiem Himmel liegt und wo sie sich Bettwanzen einfängt, ist für mich total unglaubwürdig. Zumal es hieß, sie hätte sich als letzte angemeldet, dabei ist sie doch für ihre beste Freundin da hin geflogen.



    Für mich war es kein bisschen spannend und ich würde auf keinen Fall nach Bali in Urlaub fliegen. Es war ein hin- und her zwischen Ausflügen – Einkaufen – und halt dem Yoga. Auch fand ich es nicht sehr glaubwürdig, dass man innerhalb von 4 Wochen eine Yogaausbildung machen kann. Ich kenn mich da zwar nicht aus, aber es klang nicht wirklich plausibel für mich. Also ich würde bei solch einer Lehrerin kein Yoga machen wollen.



    Und dazu diese seltsame Badenerin. Ich mein, ich bin in Ba-Wü aufgewachsen und kenne Badener und auch ihre Sprache, aber diese war so umgesetzt, dass ich nie wusste, ob sie jetzt die Schwaben veräppelt oder was das sollte. Jedes Mal wenn dieser Charakter dran kam, war ich am verzweifeln und ich wollte das Buch am liebsten wegwerfen.



    ----- Achtung Spoiler----

    Es war mir schon sehr früh klar, dass ihre beste Freundin die war, die eine Affäre mit ihrem Freund hat. Für mich war das keine Überraschung. Ich fand ihren Freund und ihre „beste“ Freundin sehr unehrlich und fand das Ganze nicht gut umgesetzt. Wie soll ich sagen? Ich hab das alles sehr, sehr schnell durchschaut.



    Ich habe mir lange überlegt, welche Bewertung ein Buch bekommen soll, durch das ich mich wochen- bzw. monatelang durchquäle. Da mir aber der Schluss in Köln und mit ihrem neuen Freund in Neuseeland doch recht gut gefiel, habe ich mich für zwei statt einen Stern entschieden.



    Außerdem gefällt mir das Cover sehr gut und eigentlich ist der Rückentext auch richtig, nur an der Umsetzung hapert es.



    Das Problem, das ich mit schlechten Büchern habe, ist folgendes: Wenn ich darüber eine Rezi schreibe und das tu ich jetzt soweit das geht immer, weil ich dann nicht wieder auf dasselbe Buch reinfalle, weil es eigentlich eindeutig mein Beuteschema ist, dann benötige ich für so eine Rezi 5 mal so lang, wie für ein gutes Buch. Ich bin auch nicht gerne eine „Spielverderberin“, aber ich fand das Buch echt nicht gut.



    Nicht nur, dass ich alles vorhergesehen habe. Auch die Unplausibilität, was es ja schon mal, per se, für mich langweilig gemacht hat. Aber auch das Ende war für mich total unplausibel. Sie schafft die Prüfung. Tom ist wie erwartet mit ihrer besten Freundin fremd gegangen. Und die Charaktere in der Yogaschule konnte ich mir einfach nicht so richtig vorstellen bzw. waren für mich nicht wirklich nachvollziehbar. Wie schon gesagt, über die Badenerin hab ich mich geärgert. Jedes Mal wenn sie diesen – für mich – seltsamen Dialekt sprach, brauchte ich eine weitere Pause von dem Buch.



    Und das mit den Sachen in Bali, da wurde dann noch Wissen untergebracht, das einfach so dahingeschrieben war. Nicht, dass mich so was nicht interessieren würde, aber bei Römermaske von Simone Dorra, hab ich sehr viel gelernt und war begeistert und das, wo ich Geschichte nicht so sehr mag. Aber so Urlaubs“idyllen“ mag ich um so mehr.



    Ich fand, es waren viele kleine Geschichten, die für mich überwiegend unglaubwürdig waren und das fand ich echt doof. Ich fand’s auch zäh und langweilig, obwohl es so viele Begebenheiten gab. Und auch keine Urlaubsidylle kam bei mir auf. Entweder war die Autorin nie auf Bali (so wie ich) oder aber sie konnte das Feeling nicht rüberbringen.



    Für mich ist es absolut unglaublich, wie so ein Buch bei Amazon so gut abschneiden kann. Andererseits beruhigt es mich, dass es Menschen gibt, die auch „nur“ 2 Sterne geben und die das Buch auch nicht gut fanden.



    Mein – Lesezeichenfees – Fazit:

    Das Cover ist wunderschön und die Idee eigentlich auch toll und das Buch ist laut Rückentext absolut in meinem Beuteschema. Leider ist die Umsetzung alles andere als klasse. Nach dem Buch würde ich nicht nach Bali reisen wollen. Das „Reisefieber“ hat mich nicht gepackt. Und ich finde das meiste im Buch total unplausibel und vorhersehbar. Auch mochte ich die Charaktere durchweg nicht (und das will was heißen bei mir, sonst finde ich immer irgendwie noch jemand den ich toll finde). Ich finde, dafür dass ich mich so durchgequält habe, ist das Buch mit 2 Sternen gut bedient.
    Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden. // Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube hören und Blinde lesen können. Mark Twain

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