Alex Wagner Mord im Okzident Express - Agatha Christie lässt schön grüßen -

  • Alex Wagner Mord im Okzident Express Penny Küfer ermittelt





    Fee erzählt von der Geschichte



    Penny Küfer wurde von ihrer Mutter enterbt, weil sie Detektivin werden möchte. Ihr Verlobter hat die Verlobung gelöst, so dass sie die Hochzeitsreise alleine im Okzident Express von Wien nach Paris macht. Natürlich gibt’s gleich 2 Morde in ihrem Abteil und die Chefin des Okzident Express wird auch umgebracht.



    Fees Meinung



    Schreibstil und Spannung

    Der Schreibstil ist durchaus spannend und es war sehr interessant. Man muss ja dazu sagen, dass Mord auf so begrenztem Raum mit „nur“ 4 Verdächtigen sicherlich nicht so einfach zu schreiben ist, als wie wenn man einfach eine Menge Leute und Verdächtige ins Rennen wirft. Bei so wenig Leuten kommt man auch besser mit und es ist einfach zu lesen und man benötigt weniger Konzentration und kann besser abschalten. Das gefiel mir sehr gut.



    Vorbilder

    Agatha Christies Figuren, Sherlock Holmes und dazu noch Pippi Langstrumpf (als Aussehen für die Ermittlerin), sind doch schon sehr viele Anleihen an die Literatur. Doch Alex Wagner hat auch was eigenes reingebracht. Und eine Spur Humor war auch zu erkennen.



    Verdächtige

    Also erst mal war ich auf der falschen Spur. Aber da es ab einem bestimmten Zeitpunkt nur noch 2 der Verdächtigen sein konnten, kam ich dann doch noch auf die richtige Spur. Glücklicherweise gab es ja nur 4, das erübrigt dann eine Personenliste.


    Future

    Es gab dann auch viel modernes „Spielzeug“, an dem Hercule Poirot vielleicht seinen Spaß gehabt hätte und vielleicht auch Agatha Christie? Aber auf jeden Fall Sherlock Holmes. Daran merkt man, dass die „guten, alten Zeiten“ doch vorbei sind, und die neue Zeit angebrochen ist. Aber das ist ja auch interessant, man kann sich weiterbilden, denn ich bin sicher, dass es solches „Spielzeug“ (Nano-Technologie) sicher auch schon in der Wirklichkeit gibt. Wobei, ich bin schon recht altmodisch, ich möchte mich auch lieber von einem „Mensch“ bedienen lassen. So ein kniehoher Roboter wäre jetzt so nicht gerade meins.



    Love is in the air

    Bei Penny und Jürgen schlägt das Herz schneller und man kann sich die beiden toll als Ermittlerduo vorstellen. Wie in vielen anderen Romanen auch – Privatdetektiv und Polizei -. Das gibt bestimmt noch einigen Zündstoff, so dass das noch ein Weilchen dauern könnte, mit der Romanze.



    Charaktere

    Vor allem Penny kann man sich bildlich vorstellen und findet sie sympathisch. Penny hat durchaus einen starken Charakter und Durchsetzungsvermögen. Sie will Detektivin werden und nimmt den Bruch von (der reichen) Mutter und des Verlobten in Kauf. Dadurch, dass Penny erst eine Woche bei ihrem Detektivlehrgang ist, kann man sich vorstellen, was für Höhenflüge die Autorin noch mit ihr plant.



    Jürgen, na ja, da bin ich mal gespannt. Denn er ist ja sehr zwiegespalten. Zwischen beruflichem und der Person Pennys und ihren Fähigkeiten als Detektivin.



    Ob da noch mehr Leute im nächsten Krimi mitmachen, von diesem Band, bezweifle ich dann doch eher. Die meisten waren jetzt nicht wirklich so sympathisch, dass man sie wieder lesen möchte oder weiteres von ihnen zu erfahren. Wobei der Arzt war ja auch ein sehr interessanter Charakter. Von ihm hätte ich doch gerne noch mehr erfahren.



    Teil 2

    Offensichtlich ist Teil 2 schon im Dezember geplant. Da bin ich ja doch gespannt, wie es weiter geht. Und vor allem, in welche Richtung. Wahrscheinlich erfährt man dann auch in Teil 2 wie alt Jürgen ist. Man erfährt ja nur Pennys Vermutungen.



    Sonstiges

    Also Debutromane bekommen von mir oft „nur“ 4 Sterne, weil ich ja auf eine Steigerung hoffe und mir noch was fehlt. Manchen ersten Teil lese ich erst gar nicht. Bei bekannten Serien war ich froh, nicht bei Teil 1 begonnen zu haben. Diese Serie fängt vielversprechend an und ich hatte sogar Spaß beim Lesen und mitknobeln. Mein Problem ist, wenn ich jetzt schon 5 Sterne geb, was mach ich dann, wenn die immer besser werden. Es gibt halt nur 5. Na ja, und ich erhoffe mir doch noch eine Steigerung.


    Fees Fazit

    Mir fehlt zwar noch das gewisse „Etwas“, aber da ich nicht so genau weiß was, gibt’s doch 5 Sterne. Dieser Debutroman war unterhaltsam und spannend und vor allem nicht zu lang für ein Ebook. Ich hatte Spaß an den Charakteren und der Schreibstil war schön, von daher eine Empfehlung von der Fee. Die nun ganz gespannt auf Band 2 wartet.
    Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden. // Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube hören und Blinde lesen können. Mark Twain

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