Fee empfiehlt: Walter Bachmeier Mord am Wildkogel Ein Alpenkrimi (Tina Gründlich Krimi 6) Wiederlesen mit Freu(n)den

  • Walter Bachmeier
    Mord am Wildkogel:
    Ein Alpenkrimi
    (Ein-Tina-Gründlich-Krimi 6)
    Ullstein 2018

    Fee erzählt von der Geschichte

    Tina Gründlich möchte mit ihrer Freundin Bärbel zu ihrer Almhütte fahren und dort Urlaub machen. Dort finden sie leider eine Leiche in der Zisterne. Nun ist der Urlaub zu Ende und sie müssen gleich ermitteln.

    Fee meint zum Buch

    Cover

    Wie immer gefällt mir das Cover sehr gut. Ich finde, dass der blaue Himmel, die Berge, Wiesen etc. herausstechen. Dieses Mal ist noch ein Tier mit drauf, ich vermute mal eine Gemse. Jedenfalls hat das Cover immer einen Wiedererkennungseffekt. Außerdem denk ich da immer an Urlaub und da ich die Berge liebe, ist das perfekt. Manchmal denke ich, schade, dass ich die Ebooks lese, als Buch würden sie sehr gut im Bücherschrank aussehen. Das Cover bekommt von mir die Note 1.
    Serie

    Es ist Teil 6 der Serie um Inspektorin Tina Gründlich und ihrer Freundin. Beide ermitteln zusammen im Team. Gut ist, dass man die Vorgängerbände nicht gelesen haben kann. Man kann zu jederzeit mittendrin einsteigen. Dies wird in diesem Band dadurch erleichtert, dass die Hauptprotagonisten ganz am Anfang des Buches aufgelistet und beschrieben werden. So hatte ich es ganz einfach.

    Lokalkolorit

    Mir gefällt sehr gut, dass Tina mit Bärbel immer ein richtig schönes tiefes Österreichisch sprechen. Sonst wird fast nur Hochdeutsch gesprochen. Das liest sich einfach und sehr gut. Bisher habe ich noch alles verstanden. Dazu wird die Umgebung sehr gut beschrieben. Das ganze spielt in Zell am See, wo ich schon mal Urlaub gemacht habe. Am Schluss des Buches gibt es ein Nachwort, wo der Autor noch mal drauf eingeht und besondere Orte erwähnt, die man besuchen kann und die in der Serie als Handlungsort erwähnt wurden. Vielleicht sollte ich mich auch mal auf die Suche nach den wertvollen „Steinen“ begeben.

    Schreibstil

    Ich mag den Schreibstil des Autors und es ist wie ein Daheim sobald ich das Buch anfange zu lesen. Es ist sehr bildlich-erzählend geschrieben und auch der Dialekt ist einfach schön.

    Charaktere/Protagonisten/Protas

    Tina und Bärbel mag ich sehr. Dass sie ein Paar sind, wird nur erwähnt und nicht störend hervorgehoben. Mir gefällt auch, dass es keine billigen Sexszenen gibt, wie in manchen anderen Krimis. Beide Hauptcharaktere sind sehr sympathisch. Ihr Chef ist gewöhnungsbedürftig, aber es ist schon nachvollziehbar, dass er so reagiert bzw. agiert.

    Ich fand auch die Namen – der Verdächtigen – einfach und hab sie nicht miteinander verwechselt.

    Die Story

    Erst ging es so schön los, mit Urlaub in der Hütte und dann finden Tina und Bärbel erst mal ne Leiche. Ich hab so richtig mit ihnen mitgelitten. Denn an Urlaub war ja nicht zu denken. Verwüstete Hütte, keine Vorräte mehr, Leiche im Wasser, wenn ich dran denke, dass die das ja auch irgendwann wieder aufräumen müssen. Oh je. Also mein Kopfkino hat das alles richtig deutlich vor sich gesehen. Die Geschichte war eigentlich recht einfach, aber dadurch, dass die Verdächtigen so stur waren, geflohen sind, nicht geredet haben, wurde das ganze spannend und es dauerte lang, bis ich bemerkt habe, wer jetzt schuldig ist und wer nicht. Aber es wäre ja auch langweilig, wenn ich das gleich wüsste. Eigentlich wäre es ja „nur“ ein Kunstdiebstahl gewesen, aber da die Protagonisten sich nicht einig waren und alle Millionäre werden wollten, gab es dazu noch Erpressung und eben den Mord.

    Gut fand ich, dass der Krimi mit einem Augenzwinkernden Schmunzeln erzählt wird und es gerade nicht so blutig ist, wie von einigen amerikanischen Autoren, wo es immer ein hoffnungsloses Gemetzel gibt.

    Die Serie ist auch deshalb so schön, weil dann auch einiges schief geht, wie z. B. dass die Mutter der verstorbenen das mitbekommt, als telefoniert wird. Das ist makaber lustig. Schief ging auch, dass die Inspektorin einfach einschläft und ihre Freundin/Kollegin nicht früh morgens im KH besuchen kann, sondern sofort zur Dienststelle kommen muss, aber bei so aufregenden Nächten ist das kein Wunder.

    Dass es noch Polizisten gibt, die den Namen der Angehörigen aus dem Adressbuch suchen, auch wenn es einfacher übers Internet ist dadurch geschuldet, dass die ältere Generation das schon immer so gemacht hat, was soll man da auch ändern. Leute, die so aufgewachsen sind, finden darin nichts Befremdliches. Jeder macht das so, wie er möchte.

    Fees Fazit

    Ich fand den Krimi spannend. Aber ich mag auch das drum herum mit den Protas, ihr Privatleben, ihr Berufsleben, ihre Kollegen, Freunde, Familie, den Dialekt, die Landschaft, den manchmal makaberen Humor. Mir gefällt das Buch wieder sehr gut und ich freue mich schon auf eine Fortsetzung.
    Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden. // Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube hören und Blinde lesen können. Mark Twain

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