Nadine Roux Süßer Lavendel und Rückkehr in die Provence

  • Nadine Roux Süßer Lavendel
    Teil 1
    77 Seiten Ebook 2018

    Fee erzählt von der Geschichte

    Die Hamburgerin Laura reist in die Provence, weil ihr Chef sie dort zum Arbeitsurlaub hingeschickt hat. Sie will aber keinen Luxusurlaub, sondern fährt dort mit dem Rad. Auf dem Markt trifft sie André, der Lavendelseifen verkauft. 20 Euro soll eine kosten und 5 bezahlt sie. Ausgerechnet sein Haus soll sie kaufen und sie wacht verletzt in seinem Haus auf, weil sie einen Unfall hatte.

    Fees Meinung

    Die 77 Seiten waren schnell gelesen. Allerdings hat mir der Inhalt so gar nicht gefallen. Es klang so unglaubwürdig. Und eine Urlaubsverlängerung war es auch nicht. André belügt und bestielt Laura, und sie bekommt das heraus und verliebt sich in ihn. Und sein Freund Benjamin unterstützt ihn auch noch.

    Also erst mal, die Provence und die Lavendelfelder könnte man durchaus so beschreiben, dass das Kopfkino angeht. Aber hier fehlt die Liebe zur Provence bzw. sie kommt nicht bei mir als Leserin an. Und auch die Liebesgeschichte klingt für mich wie aus einem „Groschenroman“. Die Geschichte hört sich unglaubwürdig an. Die Charaktere erscheinen mir dumm. Ich hab das ganze gelesen und am Schluss den Kopf geschüttelt.

    Außerdem ist sie bei ihrem Chef im Büro und dann eigentlich schon auf dem Markt. Man ist „nicht“ bei Laura, das ist das Problem. Das geht zu schnell.
    Man kann sich nicht wirklich eine Meinung bilden oder sie mögen. Und dann mit dem Provencedesaster verkommt das ganze zu was Unglaublichem. Auch in André kann man nicht wirklich reinschauen und ihn verstehen. Auch das mit seiner Mutter und seiner von ihm getrennt lebenden Frau Sabine. Ich empfinde ihn als Dieb, Choleriker, Unsympath. Er macht insgesamt Sachen, die ich nicht nachvollziehen kann. Und Laura scheint das alles egal zu sein.

    Das was das Cover zu bunt und zu schrill ist, ist die Liebesgeschichte zu blass. Ich hab auch nicht verstanden, warum man aus „einem“ Buch, drei Teile macht. Denn natürlich will man Teil 2 lesen und auch Teil 3, weil man HOFFT, dass es besser wird. Jedenfalls einen Vorteil hat, es, wenn man denn das Ebook hat, dann liest man es auch, dauert ja nur ca. 60 – höchstens 80 Minuten.

    Fees Fazit

    Wie soll man das bewerten? Wenn man alle 3 Teile hätte, wäre es einfacher. Der LiRo ist meiner Meinung dach platt, farblos und unglaubwürdig.

    Teil 2
    Nadine Roux Rückkehr in die Provence
    77 Seiten 2018

    Fee erzählt von der Geschichte

    Laura hat sich entschieden, Hamburg hinter sich zu lassen und in die Provence zu André zu ziehen. Als sie ankommt muss sie erst mal in ein Zimmer bei Benjamins Mutter ziehen und ihr am nächsten Tag in der Bäckerei helfen.

    Fees Meinung

    Also wenn ich – alles aufgeben würde – und in die Provence ziehen würde und ich würde erst mal „abgeschoben“, da wäre André bei mir unten durch!
    Man lernt nun auch Benjamin besser kennen und seine Tochter, der erkennbar eine Mutter fehlt. Benjamin erscheint einem sympathischer, aber dass er auf sein Haus einen Kredit aufnimmt, nur um André zu helfen, erscheint mir seltsam. Weil André einfach nicht zuverlässig ist. Das Problem ist, André wird nicht als charmanter Franzose hingestellt. Ich mochte ihn schon in Band 1 nicht. Und ohne Band 1 kann man Band 2 nicht lesen.
    Laura will nun abreisen und da sagt Benjamin zu ihr, dass die Dorfbewohner sie mögen. Man bekommt aber vom Dorfleben wenig mit. Also sie tanzt zwar und sie ist auf ca. zwei Festen, aber man „erlebt“ das nicht. Es wird sehr knapp umrissen. Das wäre die Chance für „mehr“ Lokalkolorit. Und um „warm“ zu werden mit dem Buch und Charakteren.

    Das Buch ist einfach zu kurz und nicht wirklich „liebevoll“ beschrieben. Ok, es kann nicht jeder so liebevoll die Provence beschreiben, wie Gabriele Diechler, in Lavendelträume. Beim Lesen dieses Buches habe ich geweint, gelacht, mitgelitten, war völlig im Buch und hier ist das Gegenteil. Es berührt mich emotional nicht wirklich und erscheint unglaubwürdig. Denn André ist ein wütender Schurke, der – so erscheint es mir – nichts Liebevolles an sich hat. Dann nimmt er Sabine wieder und dann will er doch Laura wieder. Was denn nun? Es erschließt sich mir nicht wirklich. Ich kann es nicht verstehen.

    Daher vermute ich dann auch, dass in Teil 3 Laura sich in Benjamin verliebt und wenn nicht, dann ist es mir auch egal.

    Liebe Nadine Roux, bitte nicht böse sein, aber ich habe schon so viele Bücher gelesen, hab wirklich Hochachtung vor Autoren, aber diese beiden „Teile“ die sind – meiner Meinung nach – nichts halbes und nichts ganzes. Es liegt so wenig Seele und Liebe im Buch. Aber danke, dass die Liebesszenen dann nicht endlos beschrieben wurden, nur kurz (es war eh nur eine?) und dass ich mich nicht gelangweilt oder durchs Buch quälen musste.

    Wenn ich eine Empfehlung aussprechen dürfte, dann die, dass alle Teile mindestens 100 Seiten haben sollten und mehr „Gefühle“ und „Lokalkolorit“ enthalten sind. Und wenn André schon ein „Verbrecher“ (Kredit/Laura angefahren/belogen/Geldbeutel gestohlen/Kreditkarte und Geld benutzt), dann muss er das mit einer Liebenswürdigkeit und Charme machen. Die Leserin muss sich in diesen „Schuft“ verlieben! Sie muss mit Laura mitleiden und mit Andrés Problemen. Auch wenn ich die Sachen, die er ihr alles angetan habe, to much finde. Aber wenn schon, dann muss er es mit Charme tun. Die Geschichten sind zu kurz um das alles „glaubwürdig“ rüber zu bringen.

    Und Laura redet nie wirklich mit Benjamins Mutter. Sie redet eigentlich am meisten (subjektives Empfinden) mit Benjamins Tochter. Laura macht auch André keine Vorwürfe. Es gibt keinen Streit, sie akzeptiert das alles. Aber ich als Leserin verstehe nicht, warum. Ihre Gefühle sind jetzt nicht so dargestellt, als ob sie ihm mit Haut und Haar verfallen wäre. Im Bett scheint er auch nicht wirklich ein Gott zu sein. WAS zum Teufel mag und findet Laura an André?
    Einzig, dass Laura in der Provence bleiben möchte, ist etwas, das ich als Leserin verstehe, WEIL ich schon mal da war, WEIL ich jedes Buch über die Provence verschlinge und die meisten auch immer noch im Bücherschrank stehen, weil der Wille da ist, sie noch mal zu lesen.

    Vielleicht bin ich auch der falsche Leserkreis für dieses Buch. :(

    Und zum Cover. Im Prinzip ist sie wieder alleine (trotzdem da 2 Leute auf dem Cover sind) und es ist immer noch so grell. Das Problem ist, dass alles grell wirkt, weil jede „Farbe“ dominierend ist.

    Fees Fazit
    Ich würde raten, das Buch noch zu „erweitern“ mit Gefühlen und Lokalkolorit und aus 3 Teilen 1 Buch zu machen. Denn es ist nicht so spannend, dass ich Teil 3 lesen MUSS. Obwohl ich es tun würde, sind ja nur ein paar Seiten. Es könnt sich ja noch verbessern. Die Hoffnung stirbt zu letzt.
    Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden. // Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube hören und Blinde lesen können. Mark Twain

    47 mal gelesen