Fee empfiehlt nicht: Patrizia Joos Mandarinen aus Jaffa

  • Patrizia Joos Mandarinen aus Jaffa
    Edel Elements, 2018

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    Rosamund Harper, Rose, liebt Raphael und möchte immer und immer mit ihm zusammen sein. Beide scheinen sehr glücklich. Doch eines Tages verlässt er Rose. Sie redet mit allen über Raphael und ein kleiner Hund kommt in ihr Leben.

    Fee zum Buch

    Das Cover

    Gefällt mir sehr gut. Es passt wunderbar zur Liebesgeschichte. Vor allem, da Rose ja lange Zeit ohne Raphael durchs Buch geht. Es ist sehr schön. Ich würde dem Cover eine 2 geben.

    Die Geschichte

    War irgendwie sehr oberflächlich. Ich hatte auch den Eindruck, alle männlichen Wesen hätten Interesse an Rose gehabt, aber sie wies ja alle ab, in dem es nur Raphael hier und Raphael dort gab.

    Die Charaktere

    Irgendwie wurde ich mit keinem der Protagonisten warm. Es ist aus der Sicht von Rose geschrieben. Sie hatte auch viele „potentielle“ Begegnungen, aber ihr Herz ist ja besetzt. Sie hat es auch nicht wirklich geöffnet. Ich fand als Leserin keinen Zugang zu ihr. Die anderen Charaktere waren sehr blass. Man fand zu niemand Zugang.
    Der Maler hat mit „schöne Rose“ meine Geduld überstrapaziert. Ich fand das irgendwie mit der Zeit einfach nicht mehr toll.
    Der Besuch von der Schwester und Mutter von Rose wurde nur ganz extrem kurz abgehandelt. Ich hatte mir so eine Raphael-Pause gewünscht.

    Zitate und Erklärungen

    Es gab sehr viele Zitate in dem Buch, die mir gefallen haben. z,B. „Wenn du schnell gehen willst, gehe alleine. Aber wenn du weit gehen willst, gehe mit anderen! Afrikanisches Sprichwort“ Allerdings hat es den Roman auch nicht wirklich rausgerissen. Ohne die Zitate und Erklärungen (ein Mal hatte ich das Gefühl das Raphaels Name mindestens 2 mal erklärt wurde) wäre das Buch sehr viele Seiten kürzer gewesen. Mindestens ein oder zwei Mal hab ich eine ganze Seite mit Sachen erklärt bekommen. Dazu wurde die Geschichte mit den Mandarinen aus Jaffa überstrapaziert. War sie am Anfang noch interessant und klang romantisch, wurde sie zunehmend langweilig.

    Das Problem daran war, dass sich das Buch so in die Länge zog und es einfach nicht mehr spannend war und so richtig zäh wurde. Die vielen Erklärungen (Albert Einstein, Schwaben, 40 Tage) haben oft nicht zum Buch gepasst, es schweifte km weit von der Geschichte entfernt, ab.

    Der Schreibstil

    War etwas langwierig und ich wurde und wurde nicht warm damit. Schlimm war es schon ganz am Anfang, als die Geschichte an einen billigen Groschenroman (zu viel „Bett“erklärungen) erinnerte. Dann war da am Anfang so wahnsinnig viel bildliches, dass es schon „too much“ war. Man konnte sich gar nicht mehr so viel denken, das Gehirn kam gar nicht mehr nach mit den ganzen Bildern.

    Der Hund

    Ich mag Geschichten, in denen Tieren vorkommen. Aber sie hat zuviel mit dem Hund geredet. Sie hat eigentlich mit allen fast nur über ihren Herzschmerz geredet. Daher hat der Hund, der wirklich süß war, nicht mehr geholfen.

    Der Tierarzt

    Hat den Hund behandelt und Rose. Das fand ich sehr erstaunlich, denn das war für mich unglaubwürdig. Auch wenn sein Tipp mit dem Urlaub gut war und mir diese Szene eigentlich sonst recht gut gefallen hätte.

    Allgemeines

    Ich fand es total schade, dass mir das Buch und die Geschichte nicht gefiel. Ich hab mich so bemüht, hab gelesen und gelesen. Aber irgendwann wollte ich einfach nur noch das Buch auslesen. Klar, ich fand es schade für Rose, aber irgendwann hatte ich kein Mitleid mehr.
    Es waren auch so viele unglaubwürdige Sachen im Buch. Das mit der Glaskugel, zuvor schon gefühlte Millionen andere Sachen. Dazu zieht sie den Pyjama an und den Schmuck von Raphael und dann schläft sie so ein. Ich glaube, wenn es ein Kuscheltier gewesen wäre, dann wäre das irgendwie besser rübergekommen.

    2 Sterne statt 1 Stern

    Die Idee, sich mit einem Bild zu unterhalten, das einen Menschen zeigt, mit dem man noch was zu reden hat, ist gut. Das werde ich mir merken!
    Um Menschen loszulassen, weil man ihnen dann noch mal was sagen kann. Wenigstens ist das Buch hilfreich.
    Und dazu schöne Zitate, das gefiel mir sehr gut.

    Fees Fazit

    Irgendwann hab ich einfach abgeschaltet und einfach nur noch gelesen, damit ich fertig wurde. Das ist an sich schade. Aber der Schreibstil wurde einfach nicht wirklich besser, die Charaktere waren blass und das Buch irgendwie oberflächlich. Es hatte einfach nur das Thema Raphael. Ich hatte dann auch irgendwann kein Mitleid mehr mit Rose. Ich mag Bücher nicht abwerten, aber hier kann ich leider nur 2 Sterne geben. Es tut mir echt sehr leid.
    Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden. // Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube hören und Blinde lesen können. Mark Twain

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